Donnerstag, 28. Januar 2010

28.01.2010 / Fehlender Durchblick

Also was ist jetzt? Ja oder Nein? Um was gehts überhaupt

Da hab ich die Chance genutzt und kann in Kitsilano in eine WG einziehen und das was ich bis jetzt sicher weiß, ist, dass ich zumindest in Februar dort wohnen kann. Und dann könnte es vielleicht unter Umständen eventuell zu der Möglichkeit kommen, aber das ist noch nicht sicher, dass ich dann wieder raus muss. Aber das ist ja nicht schlimm, weil es ja dann passieren könnte, aber das auch nur vielleicht, dass ein anderes Zimmer in der WG frei wird.

Aber sicher ist, dass ich nur bis Mai in dem Zimmer sein kann, weil dann will die Familie in den Süd-Teil des Hauses ziehen, weil da mehr Sonne ist, aber bis es soweit ist, ist ganz bestimmt ein Zimmer in der WG frei. 

Auf Deutsch schon schwierig genug zu verstehen. Man stelle sich das ganze jetzt noch auf Englisch vor mit einem Akzent und die Person die redet, spricht sehr leise, wirkt leicht verplant und weiß gar nicht was sie sagen will. Genau! Das was mir da in den Sinn kommt war nur Bahnhof.

Tja mittlerweile, nachdem ich jetzt doch länger als Februar bleiben kann (ob es fix ist, dafür lege ich die Hand nicht ins Feuer) und das ganze in trockenen Tüchern ist, bin ich wieder entspannt.

Somit konnte ich mich einer weiteren Mission widmen. Operation: Mobil

Denn ich habe beschlossen mir einen Drahtesel zuzulegen. So toll das Verkehrsnetz ist, so viel Spaß macht es mit dem Rad hier zu fahren. Ich hab das schon ausprobiert. Ich hab mir ein tolles Mountain Bike ausgeliehen und bin dann durch Vancouver geradelt. Gut geradelt hört sich an als wäre Sonntag und die Familie fährt mit den Kindern eine Runde im Park. Nein ich hab so richtig die Sau rausgelassen. Das ganze dann 2 Stunden lang, weil dann hat es wieder geregnet. Aber ich kann mir schon vorstellen wie es ist wenn es mal nicht regnet. 

Mal schaun, vielleicht schaff ich es irgendwie mein Rad aus Deutschland hier rüberzuholen. Es ist nur noch das Wie und der Preis zu klären.

Diese Woche ist quasi Olympische Woche. Ich hatte meinen Uniform-Pick-Up, meine Akkreditierung, mein Training und am Wochenende auch schon meine ersten Nachtschichten.

Mal sehen wie das von statten gehen wird. 


Der Autor dankt!

Da ich mittlerweile von verschiedenen Leuten gehört habe, manche kenne ich persönlich, manche nur flüchtig, manche sind Familie und manche sind Freunde, dass ihnen mein Tagebuch gefällt, freut es mich um so mehr, dass ich durch meine Geschichten einen Einblick in meine Welt und den alltäglichen Wahnsinn geben kann.

An dieser Stelle nochmals Danke! Ich freu mich über jedes gute Wort, aber habe auch ein Ohr für Kritik. Sagt mir was Ihr denkt und gebt Kommentare ab. 

Es motiviert mich, wenn ich merke, dass ich mit meinem Geschreibe was bewirke und sei es nur ein Schmunzeln oder ein Kopfschütteln zu so manch dummen Situation.

Da ich es anfangs für mich gemacht habe und natürlich für meine Family und Freunde, um mir die ständigen Emails zu sparen, die ich dann an riesen Verteiler schicken darf, so ist es mittlerweile größer geworden.

Und so wie es damals schon zwei Freunde mit Ihrer Reise in einem VW Bus durch Europa gemacht haben, so war auch ich damals fast jeden Tag auf Ihrer Homepage um zu sehen, ob es was neues gibt.

Ich hoffe es geht euch auch so und ihr erwartet die Neuigkeiten aus Kanada immer brennend.

Um das ganze in Zukunft Michi-gerechter zu gestalten, werde ich die Einträge mit Überschriften versehen und versuche meinen Sarkasmus und die Ironie irgendwie unterzubringen. 

Viel Spaß beim Lesen! ;-)

Sonntag, 24. Januar 2010

11.01 - 24.01.2010 / die erste Zeit nach dem Urlaub

Der Urlaub endete ja furios. Ich sah mich diversen Problemen konfrontiert. Einmal das Wohnungsproblem, dass es bis zum Ende das Monats zu lösen galt. Heiki wurde nach Deutschland abgeschoben und wir hatten nicht mal die Gelegenheit uns zuverabschieden und wissen bis jetzt noch nicht ob sie zurückkommt. Dann durfte ich noch zwei Freunde verabschieden, die "freiwillig" nach Deutschland zurückkehren. Es war also gut zu tun nach dem er holsamen Urlaub in den Staaten.

Wie schon gedacht, dass es passieren wird. So habe ich den Blog mit Aktuallisierungen der letzten 2 Wochen etwas vernachlässigt. Dafür aber gab es ein paar schöne Beiträge vom Roadtrip.

Ich fass einfach mal alles zusammen was in den Tagen so passiert war.

Die Woche direkt nach dem Urlaub, war eigentlich mit Essen und Trinken gehen verplant. Überall gab es Abschiedsparties und wir ging dort auf ein Bier, hier mal ins Kino und dann auch mal wieder Essen. Es war recht schön die Zeit mit den Leuten zu verbringen und Ihnen den Abschied leichter zu machen, wenn man mit seinen Freunden was unternimmt. 

Die Feierlichkeiten mit Chris und der ganzen Meute war eher gediegen und lustig im Pub oder in einer Brauerei. Chris musste leider aus persönlichen Gründen zurück nach Deutschland und auch obgleich schon jeder zu Hause auf Ihn wartete und er dort auch gleich beruflich durchstarten konnte, wurde der Kloß immer größer je näher der Abschied kam. Denn eigentlich wäre er bestimmt noch bis zum Ende seines Visums hiergeblieben.

Auch Marc ist ein ähnlicher Kandidat und auch wenn die Umstände nicht so drastisch wie die von Chris sind, hat es auch Ihn wieder zurück nach Deutschland gezogen. 

Marcs Party hat etwas anders ausgesehen. Da er nicht wie Chris am 15.01. sondern einen Tag später heimgeflogen ist, war die Feier mit seinen Arbeitskollegen und mir erst am Freitag vor Abflug.

Und da es alles Leute vom Bau waren, sah das Ganze gleich viel anders aus. Soll heißen, nach Feierabend wurde auf der Baustelle schon mal ordentlich Gas gegeben. Ich selbst musst zu beginn arbeiten, so dass ich erst im Laufe des Abends dazugestoßen bin, als die Truppe schon im Stripclub war.

Naja ich muss dazu sagen ich als alteingesessner Bayer mit Latein und Katholischen Wurzeln, für mich war das Neuland. Ich war zum ersten Mal in so einem Schuppen und war doch recht sprachlos. Für alle die auf Fotos hoffen, Sorry ab ich hatte keinen dabei. Und selbst wenn, ich glaub ich hätte keinen machen dürfen.

Der Weg dorthin zu diesem Club war schon abenteuerlich. Vorbei an Obdachlosen, Drogendealern und Prostituierten. Vorbei an Polizei in zivil und dunklen Gassen in denen Geld gegen Ware getauscht wurde. Gut war aber, dass dort gleichzeitig mehr Polizei war als sonst irgendwo, was mich auch etwas beruhigte.

Also der Club selbst war nett. Ich hab keinen Vergleich, aber es war ganz interessant. Sonst kennt man ja sowas nur aus dem Fernsehen. Wir blieben Gott sei Dank nicht lang. Den dort drinnen kriegt man Zustände aus Silikon und die werden einen fast schon um die Ohren geschlagen. Nichts für mich.

Anschließend ging es fast ans Ende von Vancouver in ein lustiges Irish-Pub und dort blieben wir dann auch bis zum Schluss. Und Schluss heißt in dem Fall bis 2:00 Uhr denn da macht dann alles dicht in Kanada. In dem Pub gehts echt rund. Live Music, die Security jagt irgendwelche Typen die Stress machen und draussen wartet schon die Polizei um diejenigen gleich zu übernehmen. Witzig. Auch die Leute die man da trifft. Ein Lady mitte 30 mit feuerroten Haaren, die jedem High-Five gibt und dich nach deinem Namen und Sternzeichen frägt. Hilfe dacht ich mir nur, was hat denn die getrunken. Apropos getrunken, die Kanadier trinken ja nur Mist. Bier mit Amaretto und noch irgend sowas schwindliges gabs dann noch. 

Hier in Kanada ist das anderes als in Deutschland. Wenn man jemanden verabschiedet, dann muss nicht derjenige alle einladen der Abschied feiert (So wie ich das gemacht hab mit den Getränken im Augustiner), sondern er wird eingeladen. Genauso ist das wenn einer wieder zurückkomt! Also merkts euch schon mal. Als Gegenleistung nehme ich auch ein paar Geschenke mit :-P

Geendet hat der Abend dann bei einer Bekannten von Marc oder war es eine Bekannte von dem Freund von Marc. Egal! Wir waren auf alle Fälle so weit weg von der Wohnung in North Vancouver wie Salzburg zu Burghausen. Daher konnten wir nur bei Ihr und Ihrem Freund übernachten, was auch keine schlechte Idee war, denn Marc war ziemlich fertig und musste dringend ins Bett. 

Das Haus von Ihr, ich hab leider den Namen von Ihr vergessen (es gibt hier kaum jemanden mit normalen Namen, meist Kimberly oder so was), war nicht schlecht. Mit Hot Tub mal wieder. Und so verbrachten wir, abgesehen von Marc, der zu betrunken war, die ganze Nacht im Hottub. Um 6 Uhr früh gingen dann auch wir ins Bett.

Und so verging auch schon die erste Woche wie im Fluge. Das Problem mit der Wohnung blieb leider.

Und so war ich daran die kommende Woche mit Suchen im Internet zu verbringen. Die ein oder andere Möglichkeit hab ich mir angeschaut und es war auch was dabei was gut war. Doch da gab es Mitbewerber und da es ja normal ist, dass man Rückschläge erleiden muss, so musste es auch ich.

Mittlerweile habe ich vielleicht etwas gefunden, so dass ich etwas durchatmen kann. Wie gut und richtig die Entscheidung war, wird sich noch zeigen. Ein paar Quellen hab ich noch angezapft.

Naja sonst ist mittlerweile sehr wenig los in Vancouver. Ich arbeite recht fleißig in der Kletterhalle.

Auch hab ich alle Details zwecks Olympia bekommen, so dass ich diese Woche nicht nur die Uniform bekomm, sondern auch meine Training und die Arbeit am Wochenende beginnen darf.

Insofern wird es auch nicht langweilig. Man lernt neue Leute kennen, man trifft Arbeitskollegen auch außerhalb der Kletterhalle und geht auf Konzerte. 

Es wird langsam. Nach zwei Monaten hier in Kanada vermisse ich schon so manches von daheim, doch will ich nicht klein beigeben und ziehe mein Ding durch.

Weitere Infos kommen sobald ich mein Training durch hab und weiß was ich zu tun habe während den olympischen Spielen.


Freitag, 22. Januar 2010

Roadtrip California /10.Tag


Man, also geweckt wurde ich schon gefühlvoller. Schon war mein Puls von gemütlichen 60 auf 160. Klar wenn man plötzlich gerüttelt wird. Hey, aufstehen, es ist soweit. Verdammt! 5:45 Uhr wie unchristlich.

Na dann wenns sein muss. Dann ab unter die Dusche und zusammen gepackt. Spätestens um halb sieben/ sieben sollte es losgehen. Die Sachen waren schnell im Auto. Länger dauerte es bis der Rest der Mannschaft verladen war.

Eigentlich braucht man für die Strecke zum Flughafen nur 15min. Dank meiner ersten Fahrt mit Ben war ich mit der Strecke vertraut.

Doch wieso kommen die auf die Idee nach der Hälfte der Strecke die Straße zu sperren. Es gab kein durchkommen. Nicht den Hauch einer Chance. So wurden aus 15 min fahrt eine fast 60min Odysee mit zig-mal umdrehen und nach dem Weg fragen.

Um kurz vor acht war es fast geschafft. Die Ladies haben wir gleich am Flughafen abgeladen, damit die wenigstens noch ins Flugzeug kommen. Denn wir hatten ja den Leihwagen noch abzugeben. Uns rannte die Zeit davon. 

Wir schafften es um 7:58Uhr zum Check-In. So einen Stress hatte ich schon lang nicht mehr. Doch dann war es geschafft und der Flug konnte losgehen. 

Stellt sich nur noch die Frage, warum steht auf unseren Tickets - Waiting-List - ???

Was hat das wieder zu bedeuten. Gott sei Dank löst sich die Verwirrung schnell wieder und wir bekammen beim Gate unsere Boarding Pässe.

Der Flug war ruhig und die Zeit wurde mit lesen, Musik hören und schlafen verbracht. Irgendwann wurden diese Declaration-Cards ausgeteilt und ausgefüllt und dann war klar, dass es nicht mehr lange dauern würde bis man landet.

Das faszinierende wenn man in Kanada landet. Erst gehts vom Flugzeug raus und zu dem Kerl der deinen Pass checkt und sich die Declaration Card ansieht. Der stellt meist komische und doofe Fragen, die einen etwas aus dem Konzept bringen. Und man Glück hat, kommt man gleich durch, wenn nicht ist noch etwas länger Fragestunde.

Wir hatten schon etwas Bammel, da von uns vieren nur 3 Leute ein echtes Visum hatten und Heiki lediglich ein Touristenvisum hat. Nach der ersten Einreise 6 Monate gültig ist und sobald man aus- und wieder einreist, verlängert wird und Sie das schon 3mal gemacht, waren wir nicht sicher wie der Kerl von der Bordercontroll reagieren wird. Doch es gab keinen Stress. Außer das Ihre Declaration Card ziemlich rot war, was meine auch war, aber Ihre war roter. Warum? Weil der Typ seine Vermerke drauf macht und dir die Karte danach wieder in die Hand drückt, damit du sie dann dem Typen vom Zoll geben kannst.

Dann noch schnell das Gepäck geholt und auf den Trolley geschmiessen, bevor wir endlich zum Skytrain gehen konnten. 

Wenn da nicht der Zoll wäre. Und plötzlich war die Angst wieder da und wir sahen uns schon dem Typen gegenüber. Heiki und ich teilten uns einen Trolley, so dass wir schnell als eine Gruppe abgestempelt wurden. Wir gaben dem Herrn diese Cards. Während er Heiki gleich in den Zollraum schickte, stellte er mir noch dumme Fragen und wollte mich schon hinterherschicken. Doch glücklicherweise hatte ich Schwein gehabt und durfte gehen. Leider ging es so schnell, dass wir Heiki in null komma nix aus den augen verloren haben. 

So konnten wir nur noch warten bis Sie fertig war. Die Zeit verbrachten wir in der Empfangshalle. Wir mussten warten, denn wir hatten noch Ihre Handtasche, die Sie im Eifer des Gefechts auf dem Trolley zurückgelassen hat. Doch Sie kam einfach nicht. Nach der 1. Stunde fragte Chris mal am Informationsschalter. Doch die meinten, man solle im Immigration Office nachhaken. Gesagt getan. Dort saß eine sehr unfreundliche Frau und meinte nur knapp, dass es schon so 2 Stunden dauern kann. 

Nagut, dann warten wir halt. Nach zwei Stunden wurden wir unruhig und als es fast schon die Drittte Stunde war, die wir warteten, Riss mir der Geduldsfaden. Diesmal stiefelte ich in das Office und wollte antworten. Jetzt saß ein Herr da, der sehr viel netter war und uns dann auch Auskunft geben konnte. Doch vorher soll ich doch bitte die Handtasche von der Dame hereinbringen. Gesagt getan. Die Antwort danach war wie ein Schlag ins Gesicht. Wir sollen nach Hause fahren, Heiki darf nicht nach Kanada einreisen. 

Somit endete unser Warten am Flughafen recht furios. Heiki verbrachte die Nacht in Isolationshaft, bevor sie am nächsten Tag abgeschoben wurde. Seitdem warten wir auf Ihre Rückkehr. California hatte insofern schon einen bleiben Eindruck hinterlassen.

Roadtrip California / 9.Tag


Die Californische Sonne lachte auch schon um sieben Uhr morgens. Welch ein Genuss. Es ist Januar, der neunte um genau zu sein. Deutschland versinkt im Schnee und friert. Ich steh neben dem Minivan auf dessen Dach der Tau zu dampfen beginnt, als die Sonne daraufscheint. Ich steh mit meinem schwarzen T-Shirt daneben und lass mir ebenso die Sonne auf den Rücken brennen. Die Luft ist noch kühl und im Schatten ist es frisch. Daher genieße ich jede Minute in der ich nicht im Schatten stehen muss.

Dass Frühstück nimmt jeder auf seine Art war. Heiki und ich sind eher die Frühaufsteher und genießen den Bagel, Kaffee und O-Saft an einem Tisch auf der Promenade vor dem Bagel-Shop. Selbstverständlich mit Sonnenbrille  8-)

Die anderen zwei machen es eher To-Go und mampfen im Auto. Is auch gut, denn so sparen wir Zeit. Also dann. Rein ins Auto und die Meilen nach LA so schnell runtergespult wie möglich.

Schnell ist natürlich realtiv, den 70mph ist das höchste der Gefühle. Tempomat als unterstützung dazu, so kann ich mich wenigstens auf die 5 Fahrstreifen konzentrieren. Mal links überholt, mal rechts. Echt fein man kommt gut voran, nicht wie in Deutschland wenn so ein Vollidiot mal wieder die linke Spur für sich beansprucht hat.

Die Rush-Hour in SanDiego war nicht schlimm und wir sind gut durchgerutscht. LA hingegen wird mir immer unsympatischer. Man steht, mal rollt man wieder, dann steht man wieder. Doch man fährt nie weiter als 500m bevor man wieder steht. Wir hätten es locker geschafft pünktlich zu sein. Doch das war ein Satz mit X.

Parken bei den Universal Studios ist auch wieder toll. Entweder du zahlst $12 oder $20. Bei ersterem musst du dann 45 min gehen bevor du da bist (riesiger Parkplatz) und bei letzterem bist du nach einer Rolltreppe mitten im Geschehen. So zockt man Leute ab.

Glücklicherweise hatten wir unsere Tickets schon. Sprich vorbei an den Schlangen und rein ins Getümmel. Es war schon recht was los. So wurde gleich zu Beginn der Gang auf die Toilette eine Herausforderung, das wir uns gleich aus den Augen verloren hatten.

Nun gings aber los. Der Flair war typisch Hollywood. Man konnte den Ruhm und Glamour förmlich riechen. Zu sehen gabs natürlich eine Menge.

Die Studio-Tour war unglaublich. Man fuhr mit dem Shuttle zu den echten Studios und konnte sehen wo die wahren Filme gedreht wurden. Angefangen von der Grinch, Jurassic Park, Krieg der Welten bis hin zu Heros oder Desperate Housewives. Natürlich war es mehr als nur eine normale Tour. Es war ein Erlebnis, So fuhren wir über Wasser, sahen zu wie der weiße Hai uns angriff oder ein Staudamm brach und uns fast wegspülte. Alle natürlich als Show verpackt. Weiter ging es an Show-Fahrzeugen aus die Mumie, Zurück in die Zukunft oder Jurassic Park. Wir waren Zeuge einer Explosion mit einer U-Bahn und fahren in einen Tunnel bei dem sich die Wände drehten, so dass deine Hirn glaubte du kippst um. Echt spaßig das ganze.

Natürlich gabs auch andere Dinge die Spaß machten. So z.B. The House of Horror. In dem Alle Gestallten aus fast hundert Jahren Showbusiness ausgestellt waren und wir ein Gruselkabinett den Zuschauern das fürchten lehrten. 

Toll waren die Achterbahnen. Ride of the Mummy und Jurassic Park, aber auch Simulatoren wir die Simpson Achterbahn. Es wurde uns echt nicht langweilig. Wir haben PyroShows besucht oder die Entstehung von VirtualEffects bewundern können. Angefangen von Virtuellen Charakteren bis hin zu SoundEngineering. Es gab ein 4D Kino und Stunt-Shows. Toll war die Stunt Show zu Waterworld. Mit Feuer und Wasser.

Der Tag verging im Fluge. Auch hier gab es wieder eine Aufteilung zwischen Jungs und Mädls. Denn die Mädels wollten keine Achterbahnen oder ähnlich wildes. So waren die Jungs, die die durchgewirbelt wurden und die Mädls, die die warten mussten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das was SeaWorld zu viel gekostet hat, die Universal Studios mehr wert waren. Den wir haben gelacht und uns schocken lassen, waren erstaunt und fasziniert.

Die Rückfahrt haben wir wieder durch BelAir und Beverly Hills gewählt. Bevor wir dann wieder in Santa Monica angekommen sind. 

Abend sind wir diesmal in ein sehr spezielle Lokal gegangen. Das Bubba Gump Shrimp Restaurant. Bekannt aus dem Film Forest Gump. Und wir hatten einen tollen letzten Abend. Der Kellner war der Wahnsinn und die Leute darin gut gelaunt. So dass es ein leichtes war sich von dieser Stimmung anstecken zu lassen.

Und so verging er. Der letzte Abend in California. Der Flug ging morgen um 9 Uhr, so dass es wieder an der Zeit war ins Bett zu gehen.


Donnerstag, 21. Januar 2010

Roadtrip California / 8.Tag

Das schöne an diesem Motel ist neben der Nähe zum Strand die Nähe zum Bagel-Frühstückshaus, das gleich ein Haus weiter war. Da kann man sich die Bagels mit allen mögliche Zeug beschmieren lassen und dazu noch frischer O-Saft und ein Kaffee. Fein Welt. Gute Welt. Ohne Sorgen und Kummer.

Aber leider nur fast ohne Kummer und Sorgen. Hab gestern noch einen Anruf von meinem Mitbewohner bekommen, dass er aus bestimmen Gründen am 16.01. wieder nach Deutschland zurückkehrt. Sprich ich habe nach meiner Rückkehr noch 6 Tage Zeit und der Lage Herr zu werden. 

Doch entgegen meiner alten Einstellung, habe ich mich davon erstmal nicht aus der Ruhe bringen lassen, denn so bringt man sich nicht nur um den Schlaf sondern auch um den Spaß, den man hier zu genüge erleben kann. Also Scheiß da nix, dann feid da nix.

SeaWolrd ruft schon und ich rieche schon das Wasser und die Fische. Also dann wieder ab in den Minivan und let's roll! Runter von der Insel, rüber über die Brücke, rauf auf den Highway und rein in den Parkplatz.

Schon der erste Schock! Parken ist teuer und dann gleich der zweite. SeaWorld ist nicht billig. Dann stellte sich die große Frage. SeaWorld für $69 oder SeaWorld und Universal Studios für gemeinsam $109? Wenn schon denn schon. Wenn Touri, dann so richtig.

Ich kann mich an ein tolles Buch erinnern, dass ich vor einiger Zeit gelesen habe und den Namen "Fish" trug. Ein gutes Buch, dass sich auf das Training der Orcas stützte und diese Erkenntnisse auf Menschen übertrug. Um so gespannter war ich endlich die Orcas zu sehen.

SeaWorld war durch die Nebensaison in der wir es besuchten, leider nicht zu 100% einsatzfähig. So gab es nur wenige Shows, die man nicht verpassen durfte und die Hälfte der Achterbahnen war wegen Wartungsarbeiten geschlossen und bei der anderen Hälfte wurde man bis auf die Unterhose nass. Also nicht gerade meine Favoriten. 

Ich war beieindruckt wie nah man den Tieren kommen konnte, Delfine, Robben, Rochen. Alles konne man füttern und teilweise berühren. Es war sehr intensiv einen Delfin an einem vorbeischwimmen zu sehen und zu spüren wie man durch ihn beobachtet wird. 

Leider war der Park das Geld nicht wert, dass man beim Eingang gezahlt hat. Wären die Shows mit den Delfinen, Orcas und Seelöwen nicht gewesen. Diese 3 Shows haben alles rausgerissen. 

Unglaublich wie schnell diese Tier sein können. Wie perfekt sie funktionieren und wie ihr Timing ist.

Das Shamu-Stadium war aufgebaut wie ein Amphi-Theater. Wobei die ersten 13 Reihen zur sogenannten Soak-Zone gehörten. Man wurde nass! So viel war sicher, wenn man da saß. War aber auch klar wenn Shamu mit seinen 5 Tonnen aus knapp 5 Metern einen Bauchplatscher macht und du grad man 3 Meter wegsitzt. Selbst schuld :-P

Die Shows mit den Delfinen war ähnlich wie die mit den Orcas. Dynamisch und artistisch. Die Delfine konnten teilweise zu zweit auf einen Trainer abgerichtet werden und haben den Trainer wie ein SeaDoo über und unter Wasser beschleunigt, während er auf Ihren geschlossenen Mäulern stand. Wie ein Jetantrieb.

Die Orcas hingegen waren brachial, das Wasser spritze und die Wellen schwappten. Doch auch hier war es bemerkenswert wie solch ein Tier so elegant und beweglich sein konnte. Es ließe sich viel erklären, doch Bilder sagen in diesem Fall mehr als tausend Worte.

Wir nutzen natürlich den ganzen Tag im Park aus. Hut ab vor den Gärtnern und Landschaftsarchitekten. Echt ein gutes Stück Arbeit.

Zum Ende hin gab es noch die Show mit den Seelöwen. Wenn ich zurückdenke an die Seeelefanten bei unserer Fahrt, waren die Tiere hier echt der Wahnsinn. Die Show war aufgebaut wie eine TV-Soap. Ich hab noch nie so viel lachen müssen wie da. Echt empfehlenswert. Also vergesst Robbie auf ZDF und fahrt nach SeaWorld.

Selbstverständlich war der Hunger groß nach so einem Tag. Und da wir gestern mit Panera-Bread bester Erfahrungen gemacht haben, war gleich klar wohin wir zum Abendessen gehen.

Debby Stimmung war am Abend mal wieder mies :-P, daher war auch der Laptop von Chris schnell online, damit sie mit Ihrem Schatz chatten konnte. Da wir aber nicht warten wollten bis der Akku leer oder sie fertig war (meist trat jedoch ersters ein), gingen wir ohne Sie schon mal voraus zum Essen. Böser Fehler. Stimmung sank in den Keller und das Resultat war verheerend.

Aber gut dass wir alle so locker darauf waren. Heiki mit Ihren 40 Jahren an weiblicher Lebenserfahrung, ignorierte die Tatsache der zyklisch bedingten Stimmungsschwankungen und uns Burschen war entweder egal oder wir stichelten noch weiter in die Wunde. Sorry Debby dafür, aber als Gruppe gibt es halt keine echte Sonderbehandlung.

Da wir heute uns ja entschieden hatten die Universal Film Studios zu besuchen, war schnell klar, dass es keine lange Nacht werden wird, da wir mit knapp 260km Wegstrecke vor uns um 10Uhr an der Pforte der Studios stehen wollten. Also ab in die Heia!


Montag, 18. Januar 2010

Roadtrip California / 7.Tag

Mittlerweile vergeht die Zeit wie im Fluge. In SF war das Ende noch nicht in Sicht, doch jetzt wo man weiß wie die Endstation aussieht, möchte man dass es gar nicht mehr zu Ende geht. 

Einzig schlüssige Lösung man zögert die Abreise hinaus. Doch so einfach ist das nicht. Dann doch lieber weiter nach San Diego und weg von LA. Denn LA heißt Abschied.

Die Fahrt war mal wi(e)der an der Küste entlang geplant. Fahrer war mittlerweile ich. Und das als feste Institution. Ich war ganz froh drum, obwohl, da wir mittlerweile nur noch zu viert waren, gab es den Deppensitz nicht mehr.

Die Fahrerei war mehr eine Gurkerei. So stelle ich mir das Ruhrgebiet vor. Eine Stadt kommt nach der Anderen, alles sind nahtlose Übergänge. Und obwohl es nur 120 Meilen sind hatte ich nach 2 Stunden keine Lust mehr und da die Beschilderung in den USA eh eine Katastrophe ist bin ich auf den Freeway und die Sache war erledigt.

Doch bis dahin war es schon recht schön. Landschaftlich versteht sich. Venice Beach, Orange County, ein Strand schöner als der Andere. Baywatch Feeling kam auf. Auch wenn es zum Baden zu kalt war. Und der Hasselhoff eh nicht da war :-)

In San Diego war es mal wieder eine Herausforderung sich zu Orientieren. Apropos Orientieren. Die Strassenschilder. Ein Eigenes Kapitel. Hier ist es anders. Es gibt keine Richtungsangaben oder Pfeile mit Ortsnamen und den Meilen bis dort hin. Es gibt nur die Nummer der Straße/Route und die Himmelsrichtung. Die Übergänge sind nicht klar erkennbar und an den Kreuzungen ist es schwer zu erkennen ob die Straße auf der man fahren soll links, rechts oder gerade aus weitergeht. 

Autobahnen sind nicht besser. Es gibt keine Ausfahrtsschilder. Möchte man in Salzburg Mitte in  Richtung Stadt von der Autobahn, so steht nicht Freilassing oder Salzburg dort , sondern Ignaz-Harrer oder Münchner Straße .Spitze und dass wenn man keine Strassekarte hat. Doch dank Lonely Planet waren die meisten Ballungszentren drauf, so dass man einfach mal Downtown gefahren ist und dann sich irgendwie zurecht gefunden hat. Ich empfehlen allen Navi oder mindestens ne Straßenkarte.

In San Diego angekommen, war schnell klar, die Stadt hat was. Einen gewissen Reiz. Eine riesige Bucht mit einer beachtlichen Insel in der Mitte auf die man nur über ein ganz schön große Brücke kommt. Die Coronado Bridge, benannt nach der Insel auf die sie führt. 

Die Insel selbst ist zur einen Hälfte ein US Marine Stützpunkt und zur anderen Hälfte ein Naherholungsgebiet. 

Soll heißen weißer Traumstrand, 5 Sterne Hotels, Palmen, Clubs, Restaurant, Fregatten, Zerstörer, Flugzeugträger und Kampfjets die in 20m Höhe über die Dächer donnern. 

Doch die Insel war gemütlich. Man merkte, dass die Leute durch die Armee abgesichert waren und der Toursimus eine willkommene Abwechslung war. Ein kleines Motel mit Pool und unweit des Strands war unser neues Heim für zwei Nächte.

Viel war vom Tag durch die Fahrerei nicht mehr übrig, aber für einen Strandspaziergang bei Sonnenuntergang war immer Zeit bevor es mal wieder zum Essen ging. 

Langsam kommts mir so vor, als ob unser Urlaub nur aus Rum-Fahrerei, Stränden und Essen bestand...Hmm...Interessant.

Naja, der Sonnenuntergang hier war schon anders als sonst. Denn die Sonne war noch nicht untergegangen, ist vom Meer der Nebel hochgezogen und hat alles in ganz eigenartiges Licht gehüllt. Fast schon unheimlich und schön zugleich.

Zum Essen haben wir ein ganz spezielles Lokal, namens Panera gefunden. Das tolle daran, die haben sich auf Suppen, Salate und Sandwiches spezialisiert. Und so konnte man aus den 3 Kategorien wählen, wobei die Suppe wieder im Bortlaib serviert wurde. Das ganze war genial und lecker und für knapp $8. Da wird Essen zum Erlebnis.

Noch ein Eis auf dem Weg zurück ins Hotel, wobei es immerhin noch knappe 18°C hatte. Ein schönes Fleckchen dieses Coronado. Im Herbst wo das Wasser wärmer ist bestimmt nochmal eine Reise wert. Doch jetzt ins Bett den morgen geht zu SeaWorld Wale und Delfine anschaun. Bin ja mal gespannt.